Kategorie: Knochenlehre

Der Sensenmann

In den allegorischen Darstellungen des Mittelalters verkörpert das menschliche Skelett immer wieder den Tod. Wer kennt nicht die düsteren Bilder vom Totentanz, in denen Gevatter Tod vorangeht, die klagende Schar gerade Verstorbener ins Jenseits führend? Auch in abergläubischen Vorstellungen spielt das Skelett, vor allem der Schädel, eine ganz besondere Rolle: Wikinger nutzten die Schädel von

Knochen gegen Beton – Geht das?

Im 17. Jahrhundert besetzte eine japanische Streitmacht die Insel Okinawa. Die Invasoren nahmen den Inselbewohnern alle Waffen ab, verboten deren Herstellung und Einfuhr, selbst den Gebrauch von Schwertern für zeremonielle Zwecke. Notgedrungen erinnerten sich die Menschen alter Kampftechniken, wie sie ihnen von chinesischen Mönchen und Kriegern überliefert worden waren. Es entstand das Okinawa-te, aus dem

Sesambeine

Sesambeine (Ossa sesamoidea) kommen hauptsächlich im Hand- und Fußskelett vor. Es handelt sich dabei meist um kleine Knöchelchen, die in Sehnen oder Gelenkkapseln eingelagert sind. Zum einen verstärken sie die Hebelwirkung der Sehnen, zum anderen verhindern sie ihr Einklemmen in den Gelenkspalt. Das größte Sesambein der Hand ist das Erbsenbein (Os pisiforme). Es ist in die

Pneumatisierte Knochen

Pneumatisierte oder lufthaltige Knochen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Hohlräume mit einer Schleimhautschicht ausgekleidet sind und Luft enthalten. Man findet sie z.B. am Stirnbein (Os frontale), Siebbein (Os ethmoidale) und Oberkiefer (Maxilla). Ihre volle Entwicklung findet erst nach der Geburt statt. Bis dahin wachsen sie nur auf etwa Erbsengröße an.  

Unregelmäßige Knochen (Ossa irregularia)

Unregelmäßige Knochen treten dort auf, wo gleichzeitig Schutz- und Stützfunktion, aber auch große Bewegungsleistung erforderlich ist. Beispiele dafür sind die Wirbelsäule (Columna vertebralis) und der Schädel (Cranium). Besonders gut lässt sich dieses an der Wirbelsäule beschreiben: Kastenförmige Wirbelknochen bieten gute Aufnahmemöglichkeiten für das Rückenmark. Gleichzeitig erreicht die Wirbelsäulenstruktur eine große Stabilität und Beweglichkeit.    

Platte Knochen (Ossa plana)

Platte Knochen bzw. breite Knochen werden auch als Schutzknochen bezeichnet, weil sie wie Schulterblatt (Scapula), Hüftbein (Os coxae) und ein großer Teil der Schädelknochen die Aufgabe haben, Hohlräume abzugrenzen und die darin liegenden empfindliche Organe zu schützen. Ihre flache Form bietet auch größeren Muskelgruppen ausreichend Ansatzfläche. Mit ihrer sandwichartigen Form bestehen sie aus zwei äußeren