Kategorie: Sinnesorgane

Lesen ohne Augenlicht

Die Augen geschlossen, ein Stück Pappe ertastend – ein Blinder bei der Lektüre des Gedichts von Ernst Jandl. Der Franzose Louis Braille hat 1825 die nach ihm benannte Schrift entwickelt, die Grundlage aller Blindenschriften wurde. Damals enthielt sie 50 Zeichen, heutzutage 63. Deren Grundmuster bilden sechs Punkte, die wie die sechs Augen auf einem Würfel

Brustdrüse

Die Brustdrüse liegt mit ihrer vordersten Vorwölbung, der Brustwarze (Papilla mammaria), in der Höhe der 4. Rippe. Nach ihrem Sekret wird sie auch als Milchdrüse bezeichnet. Sie wird beim Mann und bei der Frau paarig angelegt, entwickelt sich ab der Pubertät aber unterschiedlich. Die Brustdrüse besteht aus 15 -25 Einzeldrüsen, die mit ihren Milchgängen (Ductus

Schweißdrüsen

Schweißdrüsen (Glandulae sudoriferae) Schweißdrüsen sind überall im Körper in der Haut eingelagert. An einigen Stellen treten sie besonders gehäuft auf. So findet man in 1 cm² Haut der Handinnenfläche an die 300 Schweißdrüsen, am Rücken sind es nur 50. Sie liegen in der unteren Schicht der Lederhaut (Dermis). Ihre Ausführungsgänge münden korkenzieherartig an der Oberfläche

Geschmacksorgan (Organum gustus)

Das Geschmacksorgan hat keine geschlossene Struktur. Seine etwa 2000 Geschmacksknospen sind im Gewebe der Zunge (Lingua) und des Gaumens (Palatinum), dem Kehldeckel (Epiglottis) und der oberen Speiseröhre (Oesophagus) angesiedelt. Die meisten befinden sich in der Schleimhaut der Wallgräben (Papillae vallatae) auf der Zunge. Geschmacksknospen sind 40 µm breit und 80 µm hoch. Im Kindes- und

Das Gleichgewichtsorgan

Das Gleichgewichtsorgan Das Gleichgewichtsorgan, auch Vestibularapparat genannt, liegt im Ohr. Es ermöglicht dem Menschen die Orientierung im Raum, denn es registriert Beschleunigungen und Lageveränderungen. Es setzt sich zusammen aus drei Bogengängen (Ductus semicirculares), dem großen Vorhofsäckchen (Utriculus) und dem kleinen Vorhofsäckchen (Sacculus) sowie die jeweiligen dazugehörenden Sinnesfelder (Macula utriculi und Macula sacculi). Die drei Bogengänge

Oberhaut

Oberhaut (Epidermis) Die Oberhaut ist ein mehrschichtiges Deckgewebe. Sie ist durch Furchen gegliedert. An den Handflächen und Fußsohlen bilden diese Furchen für jeden Menschen spezifische Muster. Selbst nach leichten Verletzungen erscheinen diese Muster wieder in gleicher Form. Deshalb kann man mit Hilfe von Fingerabdrücken Personen identifizieren (Daktyloscopie). Auch bei Vaterschaftsnachweisen finden sie Eingang in erbbiologische