Wichtige Begriffe rund ums Herzzeitvolumen

Das Herzzeitvolumen (HZV) oder Herzminutenvolumen bezeichnet das Blutvolumen, das innerhalb einer bestimmten Zeit vom Herzen ausgeworfen wird. Es liegt in Ruhe bei etwa fünf Litern pro Minute und lässt sich aus Herzfrequenz mal Schlagvolumen berechnen. Mit Steigerung der Herzfrequenz bzw. des Schlagvolumens kann es zu einer vielfachen Erhöhung des Herzzeitvolumens kommen.

Pro Kammerkontraktion pumpen die rechte (Ventriculus dexter) und die linke Herzhälfte (Ventriculus sinister) jeweils zwischen 60 und 90ml Blut in die Körper- (Aorta) bzw. Lungenschlagader. Dieses entspricht bei ungefähr 70 Herzschlägen in der Minute etwa fünf Litern. Das bedeutet, dass pro Minute einmal das gesamte Blutvolumen den Körper durchläuft. Wird körperlich schwer gearbeitet oder sportliche Leistungen erbracht, kann sich das Herzzeitvolumen sogar um ein Mehrfaches steigern.

Das Herzzeitvolumen (HZV)

 

Dieses kann durch Anpassung der Herzfrequenz oder des Schlagvolumens geschehen. Für die Änderung der Herzschlagfolge, unter körperlicher Belastung, kommt es zur Zunahme des Sympathicustonus, das heißt, unter dem Einfluss des Zentralnervensystems wird die Herzschlagfrequenz erhöht. Dagegen wird der Vagustonus abgeschwächt. Gleichzeitig ändern sich auch die Verhältnisse zwischen Systolen- und Diastolendauer.

Um das Herzschlagvolumen zu erhöhen, wird vom Zentralnervensystem der Sympathicus aktiviert, was zu einer verstärkten Kontraktionskraft der Herzmuskulatur führt. Dadurch zieht sich das Herz in der systolischen Phase stärker zusammen, wenn es unter körperlicher Belastung steht als im Ruhezustand. Durch das höhere Schlagvolumen wird mehr Blut innerhalb kurzer Zeit durch den Körper gepumpt, um den erhöhten Sauerstoffbedarf zu decken.