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Der Speiseröhre

Speiseröhre (Oesophagus)

Die Speiseröhre verbindet den Rachen (Pharynx) mit dem Magen (Gaster, Ventriculus). Sie ist ein etwa 25 cm langer Schlauch mit einem Durchmesser von 1 bis 2 cm. Der obere Teil der Speiseröhre, der Halsteil (Pars cervicalis), verläuft hinter der Luftröhre (Trachea), geht dann über in den mittleren Teil (Pars thoracica) und tritt im hinteren Teil (Pars abdominalis), der vor der Hauptschlagader (Aorta) liegt, durch eine Öffnung innerhalb des Zwerchfells (Diaphragma), um anschließend in den Magen (Ventriculus) zu münden.

An drei Stellen ist die Speiseröhre eingeengt, was man als Oesophagusengen bezeichnet. Eine erste Enge, der Oesophagusmund, befindet sich in Höhe des Ringknorpels. Sie hat nur einen Durchmesser von ca. 14 mm und ist damit die engste Stelle. Eine mittlere Enge, die Aortenenge, befindet sich dort, wo sie sich mit dem Aortenbogen kreuzt.

Die untere Enge, die Zwerchfellenge, liegt beim Durchtritt durch einen Spalt im Zwerchfell (Hiatus oesophageus).

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Der Zunge

Der-Zunge

Die Zunge ist mit ihrem hinteren Teil am Unterkiefer (Mandibula) und Zungenbein (Os hyoideum), an den Seiten mit der Rachenwand verwachsen. Nach vorn läuft sie spitz zu. Sie dient zum Saugen und Kauen, der Sprachbildung und ist Träger der Sinnesorgane für die Geschmacks- und Tastempfindung. Die Zunge lässt sich in die Zungenwurzel bzw. der Zungengrund (Radix linguae), den Zungenrücken (Dorsum linguae) und die Zungenspitze gliedern.

Der vordere Zungenteil ist frei beweglich und berührt die vordere Zahnreihe. An der Unterseite ist die Zunge mit dem Zungenbändchen (Frenulum linguae) an der unteren Mundhöhle befestigt. Am Boden der Mundhöhle befindet sich neben der Zunge innerhalb einer Falte (Plica sublingualis) die Unterzungendrüse (Glandula sublingualis).

Die Zunge enthält Muskelfasern, die ihre Beweglichkeit ermöglichen. Dazu gehört der Kinn- Zungenmuskel (Musculus genioglossus), der die Zunge nach vorn zieht und gleichzeitig dabei den Zungenrücken abplattet. Er zieht sich vom Unterkiefer (Mandibula) ausgehend fächerartig von der Zungenspitze bis zum Zungengrund auseinander.

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Kopfmuskulatur Allgemein

Die Muskeln des Kopfes dienen im wesentlichen der Mimik und dem Kauen. Man unterscheidet deshalb die Kaumuskulatur und die mimische Muskulatur.

Kaumuskulatur
Die Kaumuskeln im engeren Sinne werden vom motorischen Anteil des Trigeminusnerven versorgt. Zu den Kaumuskeln gehören der Wangenmuskel bzw. Kaumuskel (Musculus masseter), der seinen Ursprung am Jochbein hat und am Unterkieferwinkel ansetzt; der mächtige Schläfenmuskel (Musculus temporalis), der fächerförmig an der Seitenwand des Schädels sitzt und für das Schließen des Kiefergelenks sorgt. Letzterer bringt etwa 50% der Kaukraft auf.

Wangenmuskel und Schläfenmuskel erzeugen den Kaudruck und sind für die Beißbewegungen zuständig. Auch der innere und äußere Flügelmuskel (M. pterygoideus lateralis und M. pterygoideus medialis) gehören zu den Kaumuskeln. Sie ermöglichen unter anderem auch Drehbewegungen und Mahlbewegungen des Kiefers.

Der äußere Flügelmuskel zieht den Unterkiefer nach vorn und steuert damit die Bewegung der Kieferöffnung. Dabei wird er von der oberen Zungenbeinmuskulatur (suprahyale Muskeln) unterstützt.

Mimische Muskulatur
Gesichtsmuskeln liegen dicht unter der Haut, d.h. sie setzen sich überwiegend aus dünnen Muskelfaserplatten zusammen. Diese befinden sich direkt unter dem Unterhautfettgewebe. Im Gegensatz zu Skelettmuskeln spannen sie sich unmittelbar zwischen Haut und Knochen aus, haben also keine Bindegewebshülle (Fascie).

Durch ihr Zusammenziehen wird die Haut verschoben und es bilden sich Falten. Sie bewegen also keine Knochen. Sie öffnen und schließen den Mund und die Lidspalte. Durch sie bewegen sich die Nasenflügel, die Kopfhaut und geringfügig die Ohren.

Die Gesichtsmuskulatur wird auch als mimische Muskulatur bezeichnet. Sie beeinflusst das Mienenspiel, so dass sich aus dem Gesichtsausdruck auch Rückschlüsse auf die Stimmungslage machen lassen. Diese Eigenart ist bei Kindern noch ausgeprägter, der Erwachsene hat es mehr oder weniger gelernt, sich zu beherrschen.

Die mimischen Muskeln werden allesamt vom VII. Hirnnerven (N. facialis) versorgt.

Der Augenringmuskel (M. orbicularis oculi) liegt im Bogen um die Haut des Auges und Lides. Er ist für den Lidschlag zuständig, sein äußerer Teil für das ”Zukneifen“ des Auges. Bei Lähmung des Augenmuskels kann das Auge nicht vollständig geschlossen werden und es besteht die Gefahr der Austrocknung der Bindehaut.

Der Nasenrückenmuskel (M. proceus) legt die Haut des Nasenrückens in Querfalten (”Nasenrümpfen“). Der Nasenflügelheber (M. levator labii superioris alaeque nasi) öffnet die Nasenflügel. Der Nasenmuskel (M. nasalis) umgreift die Nasenflügel und zieht die Weichteile der Nase nach unten. Dadurch schließen sich etwas die Nasenlöcher.

Der Mundringmuskel (M. orbicularis oris) umgreift die Mundspalte. Er formt und schließt den Mund. Ist der Muskel stark kontrahiert, kann er den Mund rüsselförmig nach vorne schieben. Bei schwacher Kontraktion liegen die Lippen aufeinander.

Der Wangenmuskel (M. buccinator) hält beim Kauen die Speisen zwischen den Zähnen. Mit ihm ist das Blasen der Luft aus dem Mund möglich.(“Trompetermuskel”). Der Jochbeinmuskel (M. cygomaticus) zieht den Mundwinkel nach hinten und aufwärts. Er ist der ”Lachmuskel“ und für die Wangengrübchen zuständig. Der Dreieckmuskel (M. depressor labii inferioris) hingegen zieht die Mundwinkel abwärts und gibt dem Gesicht den verächtlichen Ausdruck.

Der Kinnmuskel (M. mentalis) schiebt die Unterlippe vor. Er verursacht das Kinngrübchen. Auch Stirn- (M. occipitofrontalis) und Hinterhauptmuskel (M. epicranius) haben Anteil an der mimischen Muskulatur. Zwischen ihnen liegt die sogenannte Kopfschwarte (Galea), eine sehnige Platte.



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