Tag: Gelenke

Gelenke des Daumens und der Finger

Gelenke des Daumens und der Finger

Der Daumen ist ein wenig anders als die übrigen Finger. Er hat im Gegensatz zu diesen nicht drei, sondern nur zwei Glieder (Grund- und Endglied). Während bei den übrigen Fingern nur eine sehr straffe Verbindung zwischen Handwurzel- und Mittelhandknochen besteht, die kaum beweglich ist, ist das Daumen-Sattelgelenk (Articulatio carpometacarpea pollicis) ein sehr bewegliches Gelenk. Es ermöglicht Heranführen (Adduktion), Abspreizen (Abduktion) sowie Beugung (Flexion) und Streckung (Extension) des Daumens. Außerdem kann der Daumen in einer zusammengesetzten Rotation in Opposition gestellt werden, so dass sich Kleinfinger und Daumen berühren.

Die Mittelhandknochen (Ossa metacarpalia) haben eine Gelenkfläche zu den jeweiligen benachbarten Handwurzelknochen (Ossa carpi) auf der einen Seite und zu den Fingergrundgliedern auf der anderen Seite. Diese haben wiederum gelenkige Verbindung mit den sich anschließenden Mittel- und Endgliedern der Finger.

Sowohl die Gelenke der Mittelhand als auch der Finger werden von straffen Seitenbändern (Ligamenta collateralia) geführt. Dadurch gibt es Einschränkungen in der Beweglichkeit. Auch die Gelenke zwischen den Fingerknochen, die zu den Scharniergelenken gehören, werden von Bändern (Ligamenta collateralia und palmaria) gehalten.

Gelenke des Daumens und der Finger

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Gelenke (Articulationes)

Um Körperbewegungen ausführen zu können, müssen die einzelnen Knochen untereinander in Verbindung stehen und gegeneinander verschiebbar sein.

Grundlage für diese Beweglichkeit sind die Gelenke (Articulationes). Sie überbrücken einen großen Teil der über 200 Knochen des Skeletts.

Eine Einteilung der Gelenke lässt sich nach dem Umfang ihrer Bewegungsmöglichkeiten vornehmen. Unter diesem Aspekt unterscheidet man zwischen einachsigen, zweiachsigen und drei- bis vielachsigen Gelenken.

Weiterhin unterscheidet man verschiedene Gelenkarten im Hinblick auf das Material, das zwischen die Knochen eingebaut wird.

Handelt es sich dabei um Bandgelenke (Syndesmosen) mit Bindegewebe oder um Knorpelgelenke (Synchondrosen), die sich aus hyalinem Knorpel zusammensetzen, sind die Bewegungsmöglichkeiten eher eingeschränkt. Hier überwiegt die federnde Wirkung. Bei diesen Verbindungen spricht man auch von unechten Gelenken (Synarthrosen).

Bandgelenke verbinden zwei gegeneinander bewegliche Knochen durch Bindegewebe. Es handelt sich also um kontinuierliche Verbindungen. Dieses ist möglich über Bandhaft (Syndesmose), Einzapfung (Gomphosis) oder Naht (Sutura).

Knorpelgelenke verbinden zwei gegeneinander bewegliche Knochen durch Knorpel. Dieses kann durch hyalinen Knorpel als Knorpelhaft bzw. Knorpelfuge (Synchondrosis) oder durch Faserknorpelhaft bzw. Faserknorpelfuge (Symphysis) geschehen.

Gelenke (Articulationes)

Sind größere Bewegungsabläufe notwendig, lässt sich dieses nur über echte Gelenke (Diarthrosen) bewerkstelligen. Diese sind gekennzeichnet durch zwei Knochenenden (Epiphysen), die gemeinsam Gelenkkopf und – pfanne bilden.

Gelenkschmiere (Synovia) setzt die Reibung zwischen den knorpelüberzogenen Gelenkflächen herab. Sie wird in einer Gelenkkapsel (Capsula articularis) gehalten, deren straffes Gewebe das Gelenk zusammenhält. Hinzu kommen bedarfsmäßige Einrichtungen wie Bänder (Ligamenta), Zwischenscheiben (Disci oder Menisci articulares), Gelenklippen (Labra articularia) usw.

 

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