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Endokrines Gewebe

Endokrines Gewebe

Im gesamten Körper verteilt liegen neben den endokrinen Drüsen auch Organe mit hormonbildenden Zellen und Zellgruppen. Einige der hier gebildeten Hormone gelangen über das Blut zu ihren Zielorganen.

Andere wirken unmittelbar am Entstehungsort. Ein ganzes System endokriner Zellen findet sich im Magen-Darm-Trakt (System der gastro-entero-pankreatischen (GEP) endokrinen Zellen).

Ihre Hormone stimulieren z.B. die Bildung der Verdauungssäfte; durch den Magen (Gaster) wird Gastrin abgesondert und wirkt damit auf die Salzsäurebildung; im Zwölffingerdarm (Duodenum) entsteht Pankreozymin zur Stimulierung der Enzyme der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

Auch in den Nieren (Ren) liegen hormonbildende Zellen, die Renin absondern. Dieses bewirkt u.a. die Freisetzung von Aldosteron in der Nebennierenrinde.

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Nervenstützgewebe

Neben den Nervenzellen besteht das Nervengewebe als Bauelement des Nervensystems aus sogenannten Gliazellen. Sie bilden das Stütz- und Ernährungsgewebe für die Nervenzellen. Gleichzeitig dienen sie zur Abwehr und zur Isolierung von Nervenfasern. Gliazellen sind also indirekt auch an der Erregungsleitung beteiligt.

Durch ihre Fähigkeit zur Zellteilung, die sie das ganze Leben über beibehalten, dienen sie als Ersatz für Nervenzellen (Dendrit u. Axion), die beispielsweise durch Sauerstoffmangel oder Verletzung nicht mehr intakt sind.

Gliazellen haben den gleichen histogenetischen Ursprung wie die Nervenzellen selbst. Sie haben einen Zellleib, von dem Zellfortsätze ausgehen. In der Zellflüssigkeit und in den Fortsätzen finden sich sogenannte Gliafibrillen bzw. Gliafilamente als formgebende Strukturen.

Man unterscheidet je nach Art unterschiedliche Zelltypen innerhalb des Zentralen Nervensystems und des Peripheren Nervensystems.

Zentrales Nervensystem
Hier kleiden Ependymzellen die Hohlräume im Gehirn und im Rückenmark aus. Astrozyten haben eine stützende Funktion. Sie sind sternenförmig angeordnet und haben zahlreiche Fortsätze. Nach einer Verletzung von Nervengewebe können sie einen narbigen Ersatz bilden.

Oligodendrozyten bilden die Markscheiden (wirken als elektrische Isolierung); sie kommen auch in der weißen Substanz (Substantia alba) des Rückmarks vor. Mikrogliazellen sind Abwehrzellen (Phagozytose) innerhalb des Zentralen Nervensystems.

Daneben gibt es noch Zellen, die die Flüssigkeit des Gehirns und des Rückenmarks (Liquor cerebrospinalis) produzieren.

Peripheres Nervensystem
Mantelzellen umgeben die Nervenzellen, die sich im Bereich der Rückenmark- und Hirnnervenganglien befinden. Schwann-Zellen bilden hier die Myelinscheiden und besondere Stützzellen (Gliocytus terminalis) liegen an den Nervenendigungen und der motorischen Endplatte.

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Gewebe

Als Gewebe werden Zellen gleicher Tätigkeit bezeichnet, die sich zu Verbänden zusammen geschlossen haben: Sie sind das Baumaterial für die Organe und Organsysteme des menschlichen Körpers und haben bestimmte Funktionen.

Man unterscheidet zwischen unterschiedlichen Gewebearten:

Das Muskelgewebe, welches die Bewegungen ausführt, baut sich aus zahlreichen miteinander verschmolzenen Zellen, den Muskelfasern mit ihren elastischen Bestandteilen, auf. Hier unterscheidet man zwischen glattem und quergestreiftem Muskelgewebe.

Das Binde- und Stützgewebe, bestehend aus Knorpel und Knochenzellen, stützt den Körper. Es hält die Organe des Körpers, füllt die Lücken dazwischen und bietet als Fettspeicher ein druckelastisches Polstergewebe.

Das Epithelgewebe wird je nach der vorherrschenden Aufgabe nochmals differenziert. Man unterscheidet zwischen Sinnesepithelien (Aufbau von Sinnesorganen), Deckepithelien (Sekretion und Resorption) und Drüsenepithelien (Sekretproduktion).

Das Nervengewebe baut Gehirn und Rückenmark auf. Es bietet Ernährung und Stütze für die Nervenzellen und isoliert die einzelnen Nervenfasern.

Gewebe

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