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Rheumatische Beschwerden

Rheumatische Beschwerden

Rheuma ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen unterschiedlicher Ursache, die oft auch unterschiedlich behandelt werden müssen. Allen rheumatischen Erkrankungen ist eines gemeinsam: Sie betreffen das Binde- und Stützgewebe des Bewegungsapparates und häufig auch innere Organe (z. B. Herz, Gefäße, Lunge, Leber, Darm).

Man unterscheidet entzündliche oder durch ständige Abnutzung (degenerativ) bedingte Rheumaarten. Bei einigen Rheumaformen steckt eine sog. Autoimmunreaktion des Körpers dahinter. Man versteht darunter, dass der Körper selbst Abwehrstoffe gegen körpereigenes Eiweiß bildet. Bestimmte Antikörper, die im Blut nachgewiesen werden können, heißen Rheumafaktoren.

Man unterscheidet folgende Erkrankungstypen:

  1. Weichteilrheumatismus: Muskeln, Bänder, Sehnen und Schleimbeutel sind schmerzhaft verändert.
  2. Degenerativ-rheumatische Erkrankungen z.B. Arthrose. Durch Abnutzung kommt es zu Verschleißerscheinungen an den Gelenken, diese schwellen an und schmerzen und werden im weiteren Verlauf in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt.
  3. Entzündliche Rheumaformen: rheumatisches Fieber oder chronische Arthritis. Beide Erkrankungen sind Autoimmunerkrankungen, es kommt zu Entzündungen der Gelenke mit Schmerzen, Schwellungen und Steifheit. Bei beiden Erkrankungen können auch innere Organe betroffen werden.

Nur der Weichteilrheumatismus – und auch nur bei leichten Verlaufsformen – ist für eine Selbstbehandlung geeignet. Deshalb sollen hier ausschließlich Erkrankungen dieses Bereiches angesprochen werden.
Beim Weichteilrheumatismus besteht meistens Dauerschmerz von wechselnder Stärke, der meist morgens ausgeprägt ist, dann schwächer wird, bei körperlicher Ermüdung aber sofort wieder auftritt. Weichteilrheumatismus tritt am häufigsten in der Schulter-Nacken-Arm-Region und, von der Hüfte ausgehend, an der Außenseite der Schenkel auf.

Weitere Erkrankungen, die zum Weichteilrheumatismus zählen, sind das Schulter-Arm-Syndrom und der Tennisarm sowie die Schleimbeutel- und Sehnenscheidenentzündung. Diese Erkrankungen werden unter dem Stichwort Sehnenscheidenentzündung beschrieben.

Häufigste Ursachen für Weichteilrheumatismus

  • Abnutzung
  • Kälte
  • Falsche Haltung
  • Überbeanspruchung
  • Einseitige Beanspruchung
  • Verspannung durch seelische Probleme oder Stress

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Was ist Osteoporose?

Osteoporose

Ab ca. 35 Jahren beginnt der altersbedingte Abbau der Knochenmasse. Dies geschieht in der Regel sehr langsam und unbemerkt. Von Osteoporose (Knochenschwund) spricht man, wenn durch eine gestörte Knochenbildung die Knochenmasse erheblich vermindert ist.

Die Knochen werden porös und es besteht ein vermehrtes Knochenbruchrisiko. Durch Wirbelverformungen und Wirbelbrüche kommt es zu Rückenschmerzen. Im weiteren Verlauf nimmt die Körpergröße ab und es kann sich ein Rundrücken (Buckel) bilden.

Osteoporose betrifft besonders Frauen, da bei ihnen die altersbedingte Abnahme der Knochenmasse noch durch Östrogenmangel in den Wechseljahren verstärkt wird. Das hängt damit zusammen, dass die Östrogene die Aufnahme von Calcium in den Knochen steuern und Calcium der wesentlichste Knochenbaustein ist.

Häufigste Ursachen

  • Calciumarme Ernährung.
  • Östrogenmangel in den Wechseljahren
  • Hormonerkrankungen.
  • Altersbedingt
  • Nierenerkrankungen
  • Darmerkrankungen
  • Medikamente z. B. Kortison
  • Knochenerkrankungen
  • Risikofaktoren sind Rachen, Alkoholmissbrauch und Bewegungsarmut.

Was Sie tun können

  • Es ist wichtig, der Entstehung einer Osteoporose oder ihrer Verschlechterung frühzeitig vorzubeugen.
  • Bei bestehender Osteoporose Risikosituationen für Knochenbrüche, z.B. bestimmte Sportarten oder Haushaltsarbeiten meiden. Übergewicht reduzieren.
  • Alle Therapiemaßnahmen Ihres Arztes oder Frauenarztes regelmäßig und korrekt befolgen.

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Bei Knochenbrüchen aus nichtigem Anlass oder ständigen Rückenschmerzen.
  • Wenn in der Familie Osteoporose auftritt, sollten Sie rechtzeitig mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Was Ihr Arzt tun kann

– Der Arzt kann durch eine Knochendichtemessung und weitere Untersuchungen die Diagnose Osteoporose sichern.
– Medikamentöse Therapie mit Fluorid-, Calcium- und / oder Vitamin D-Präparaten, um die Knochenbildung anzuregen. Zur Hemmung des Knochenabbaus werden Östrogene, Biphosphonate und Calcitonin eingesetzt. Der ursprüngliche Zustand des Knochens kann aber nicht wieder hergestellt werden. Bei starken Schmerzen werden entsprechende Medikamente verordnet.
– Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Vorbeugung. Die Einnahme von Östrogenpräparaten in den Wechseljahren kann Osteoporose vorbeugen und ist bei Risikopatientinnen sehr oft sinnvoll – trotz der möglichen Nebenwirkungen einer Östrogentherapie. Nach 8-10 Jahren wird die Östrogentherapie normalerweise beendet, dann ist die Knochenmasse stabil genug. Wenn eine Östrogentherapie nicht vertragen wird, kann Calcitonin gegeben werden.

Vorbeugung
– Für eine tägliche Calciumzufuhr von ca. 1200-1500 mg sorgen. Dies gelingt meist durch eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Milchprodukten. Ist dies nicht möglich, helfen Calciumbrausetabletten oder Trinkampullen.
– Insbesondere bei jungen Mädchen auf ausreichende Calciumzufuhr achten.
– Eventuell Vitamin D-Präparate nehmen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Auch Vitamin D ist für die Knochenbildung wichtig.
– Ausreichender Aufenthalt im Freien, da die UV-Strahlung für die körpereigene Vitamin D-Bildung unerlässlich ist.
– Bewegung und Sport.
– Phosphathaltige Fertiggerichte meiden. Phosphat bindet Calcium und der Blutcalciumgehalt nimmt ab.

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Was ist Gicht?

Diagnose-Gicht

Gicht ist eine erblich bedingte Stoffwechselstörung, bei der es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere in den Gelenken kommt. Betroffen sind zu 95 % Männer, meist im mittleren Lebensalter.

Harnsäure entsteht im Körper beim Abbau von sog. Purinen (Purin = chemische Verbindung, die vor allem in Zellkernen enthalten ist). Purinreich sind Innereien, Fleisch, Hülsenfrüchte und Bier. Bei einem Harnsäurewert im Blut von über 7mg/dl spricht man von erhöhten Werten.

Der Harnsäurespiegel ist medikamentös beeinflussbar, kann aber meistens schon durch entsprechende Ernährung wieder normalisiert werden.

Die Gicht kann in Schüben von akuten Anfällen und / oder chronisch verlaufen.

Der akute Gichtanfall
Auslöser sind Ereignisse, die zu einer Veränderung (Erhöhung oder Reduzierung) des Harnsäurespiegels führen wie ein Festessen, übermäßiger Alkoholkonsum, körperliche Anstrengung aber auch extremes Fasten. Meist nachts kommt es zu einer akuten Entzündung bevorzugt des Großzehengrundgelenkes seltener des Daumengrundgelenkes mit starken Schmerzen, Schwellung, Rötung und Erwärmung. Manchmal kommt auch Fieber hinzu.

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Was ist morbus bechterew?

Morbus Bechterew

Morbus (lat. für Krankheit) Bechterew ist eine chronisch-entzündlich Gelenkerkrankung, die zum rheumatischen Formenkreis zählt. Betroffen ist vor allem die Wirbelsäule zum Teil auch Hüft- und Schultergelenk. Im Anfangsstadium kann es zu Nacken-, Gelenk-, Knie- oder Fersenschmerzen, Schmerzen und Engegefühl im Brustkorb oder einer Entzündung der Regenbogenhaut des Auges kommen. Die Patienten klagen über nächtliche Kreuzschmerzen, die bis in den Oberschenkel ausstrahlen können.

Die Krankheit verläuft schubweise. Es kommt zu einer fortschreitenden Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule durch Verknöcherung der Wirbelgelenke und des Bandapparates. Im späteren Stadium der Krankheit lassen die Schmerzen nach, und die Patienten nehmen die typische nach vorn gebeugte Haltung an.

Der Rücken ist rund und steif (Buckel) und der Bauch kugelförmig. Im einzelnen ist der Krankheitsverlauf sehr unterschiedlich und reicht von leichter Bewegungseinschränkung bis zur ausgeprägten Wirbelsäulenverkrümmung. Die Krankheit befällt zu 90 % Männer, meist zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr.

Ursachen
Die Ursache von M. Bechterew ist unbekannt.
Vererbung spielt eine Rolle. Virusinfektionen, Stoffwechselerkrankungen oder eine Autoimmunerkrankung (Reaktion bei der der Körper Abwehrstoffe gegen sich selber richtet) werden als Auslöser diskutiert.

Was Sie tun können
– Ihr Bett sollt möglichst flach und hart sein.
– Besonders günstig ist die Bauchlage.
– Infrarotbestrahlung und Rheumabäder können helfen (Siehe auch Rheuma).
– Machen Sie täglich ihre spezielle Gymnastik und treiben Sie Sport wie Schwimmen oder Radfahren. Dadurch halten Sie Ihren Rücken beweglich.
– Schwere körperliche Tätigkeiten sollten vermieden werden.

Wann Sie zum Arzt müssen
Sobald Sie unter unerklärlichen Rückenschmerzen oder anderen o.g. Symptomen leiden, sollten Sie eine Arzt aufsuchen.

Was Ihr Arzt tun kann
– Durch eine eingehende Untersuchung (Blutuntersuchung, Röntgen, Computertomographie etc.) kann der Arzt feststellen, ob es sich um Morbus Bechterew oder eine andere Erkrankung handelt.
– Möglichst frühzeitig sollte mit einer krankengymnastischen Therapie begonnen werden.
– Durch Medikamente können die Beschwerden gelindert werden.
– In einigen Fällen kann eine Operation sinnvoll sein.

Vorbeugung
Ist nicht möglich.

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