Energy Drinks

Power aus der Dose

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Wer sich den Kick ohne harte Drogen geben will, dem verleiht ein Döschen Energy Drink bekanntermaßen Flügel. Oder etwa nicht? Gnadenlos nutzt die Werbung hier ihre rechtlichen Freiräume.

Denn trotz aller vollmundigen Erklärungen über die belebende Wirkung diverser Zusätze sind die nackten, wissenschaftlich nachprüfbaren Tatsachen: Der beeindruckende Zuckergehalt von 500 Kilojoule (125 Kilokalorien) pro Dose läßt den Motor natürlich länger laufen, powern tut aber vor allem der hohe Koffeingehalt.

Eine Dose der Markenführer enthält so viel davon wie eine Tasse Kaffee, nur daß das Aufputschmittel jetzt nach Gummibärchen schmeckt. Einen Sportler könnten die Flügelchen deshalb auch rasch aus den Angeln heben, denn auch Koffein steht ab 12 tausendstel Gramm im Urin auf der Dopingliste.

Aber für Sportler taugt das Zeug sowieso nicht. Zucker macht durstig, Koffein wirkt harntreibend, steigert also den Flüssigkeitsverlust, obendrein enthalten die Powerbrausen zu viele Salze, so daß die Wiederaufnahme von Wasser im Darm behindert wird.

Als Durstlöscher sind sie deshalb glatte Versager, und das sollten auch Dauertänzer wissen. All in all: Energy Drinks bringen nicht das, was sie versprechen, sind aber keineswegs harmlos.

Nur ein Gutes haben sie: Als Modegetränk laufen sie Alkohol den Rang ab.

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