Was ist Husten?

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Der Hustenreflex ist ein Schutzmechanismus des Körpers, um die Atemwege von Fremdkörpern und Sekreten, z. B. Staub oder Schleim, zu befreien. Wenn der Husten über Wochen anhält, spricht man von chronischem Husten. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Husten:
1. Der verschleimte Husten tritt oft im Rahmen einer akuten Bronchitis bei einer Erkältung oder Grippe auf, meist als Folge einer Infektion mit Viren oder Bakterien. Hinzu kommen oft Beschwerden wie Schnupfen, Fieber oder Heiserkeit. Die Erkrankung beginnt meist mit Halsschmerzen, nach einem Tag wird daraus ein schmerzhafter, trockener Husten.
Nach 2-3 Tagen kommt es dann zu einer starken Schleimproduktion. Der vermehrte Schleim zwingt zum Husten und Räuspern, eine natürliche Reaktion des Körpers, denn das Sekret soll sich nicht in den Atemwegen stauen.
Wird die Erkrankung nicht richtig ausgeheilt, oder kommt es zu ständigen Neuinfektionen, kann der Husten chronisch werden (chronische Bronchitis).
Häufigste Ursachen
– Erkältung oder Grippe mit akuter Bronchitis.
2. Der trockene Reizhusten ist eine Reaktion auf ganz verschiedene schädliche Reize, z. B. Rauch, Staub, Gase oder Chemikaliendämpfe. Ein typisches Beispiel ist der Raucherhusten.
Der Reizhusten ist hart, schmerzhaft und ohne Auswurf. Reizhusten kann sehr störend sein, besonders wenn er zu regelrechten Hustenanfällen führt, die dem Betroffenen insbesondere nachts zu schaffen machen. Aus einem Reizhusten, der lange anhält, kann ebenfalls eine chronische Bronchitis entstehen.
Häufigste Ursachen
– Rauchen
– Arbeiten mit Staub (z.B. Mehl).
– Allergisches Asthma (asthmatische Beschwerden, Allergie).
– Als Nebenwirkung einiger Medikamente (z.B. ACE-Hemmer).
– Schwere Erkrankungen der Atemwege (z.B. Tuberkulose, Bronchialkrebs).
Was Sie tun können
Bei verschleimtem Husten
– helfen sekretlösende Maßnahmen. Der Hustenreflex sollte nicht medikamentös unterdrückt werden, denn das gelöste Sekret muss ja abgehustet werden.
– Viel trinken, ca. 2-4 Liter täglich, am besten Husten- und Bronchialtees, um die Schleimlösung zu fördern.
– Warmhalten, jedoch nicht schwitzen. Wärme auf der Brust fördert die Durchblutung und dadurch die Schleimlösung.
– Hustensäfte, -tropfen oder -tabletten, z.B. mit Ambroxol oder Acetylcystein oder mit pflanzlichen Wirkstoffen wie Spitzwegerich, Huflattich oder Thymian einnehmen, die schleimlösend wirken.
– Brust und Rücken mit Erkältungsbalsam einreiben. Die darin enthaltenen ätherischen Öle (z.B. Eukalyptus, Thymian) wirken schleimlösend, antibakteriell und krampflösend.
– Kapseln zum Schlucken mit ätherischen Ölen einnehmen (Wirkung siehe oben).
– Dampfbäder oder Inhalationen (z.B. mit Kamille oder ätherischen Ölen), um die Atemwege zu befeuchten und um die Wirkung der Inhaltsstoffe auszunutzen, z.B. die entzündungshemmende Wirkung der Kamille.
Bei trockenem Reizhusten
– kann der quälende Hustenreiz medikamentös gedämpft werden, da ja keine großen Sekretmengen produziert werden.
– Beim Hustenstillen, besonders während der Nacht, helfen Tabletten, Zäpfchen, Tropfen oder Säfte z.B. mit Clobutinol oder Dextromethorphan. Die Wirkung beruht auf der Hemmung des Hustenreflexes, deshalb bezeichnet man diese Präparate als Hustenblocker.
– Auch pflanzliche Substanzen wirken hustenblockierend, z.B. Säfte oder Zäpfchen mit Efeuextrakt.
– Lutschpastillen oder Bonbons mit Inhaltsstoffen aus schleimhaltigen Pflanzen wie Eibisch oder Isländisch-Moos dämpfen ebenfalls den Hustenreiz durch Überziehen der Schleimhaut mit einer Schutzschicht.
– Hustenbonbons mit ätherischen Ölen, Menthol, Anis, Eukalyptus, Fenchel, Salbei u.a. lindern den Hustenreiz durch Feuchthalten der Rachenschleimhaut; außerdem wirken sie desinfizierend und krampflösend.
Allgemein gilt: Kombinationen aus schleimlösenden und hustenreizstillenden Maßnahmen sind eher ungeeignet, da dann der gelöste Schleim wegen der Blockierung des Hustenreflexes nicht abgehustet werden kann.
Wann Sie zum Arzt müssen
– Wenn die Beschwerden schlimmer werden oder sich nicht bessern (spätestens nach 14 Tagen).
– Wenn Atembeschwerden und/oder hohes Fieber hinzukommen, es besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung.
– Wenn Verdacht auf Keuchhusten besteht.
– Bei Verdacht auf chronische Bronchitis oder Asthma.
– Wenn der Auswurf blutig ist.
– Wenn Schwangere, Säuglinge, Kleinkinder oder alte Menschen von stärkerem Husten betroffen sind.
Was Ihr Arzt tun kann
– Feststellen der Ursache des Hustens und Verordnen der entsprechenden Medikamente. Eventuell sind Antibiotika notwendig.
– Bei stark quälendem Hustenreiz kann der Arzt Präparate mit Codein verschreiben.

Vorbeugung
– Sich von erkrankten Personen fernhalten.
– Nicht rauchen.
– Für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen.
– Weitere Maßnahmen (siehe Erkältung und grippale Infekte)
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