Verletzung am Knie

Alles zum Thema Kniebeschwerden

Treten vor allem dann auf, wenn das Knie, insbesondere im Bereich des Kniegelenks, altersbedingt oder aufgrund einer Über- oder Fehlbelastung in seiner Funktion eingeschränkt ist.

Das Knie ist das größte Gelenk im menschlichen Körper und extrem belastbar.

Es beugt und streckt sich millionenfach im Verlaufe unseres Lebens und kann kurzzeitig ein Gewicht bis zu anderthalb Tonnen stützen. Das Kniegelenk verbindet Oberschenkel und den Schienbeinknochen des Unterschenkels und wird auch als Drehscharniergelenk bezeichnet.

Über dem Kniegelenk liegt die Kniescheibe, durch die der große Oberschenkelmuskel (Quadriceps) am Unterschenkel ansetzt und so die Streckung des Kniegelenks gewährleistet.

Da der Oberschenkel und der Schienbeinknochen mit ihren Gelenkflächen nicht genau aufeinander passen, sind zwei halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die Menisken, als eine Art Stoßdämpfer dazwischen gelagert. Zudem wird von der Gelenkhaut ständig Flüssigkeit produziert.

Diese Gelenkflüssigkeit versorgt die Gelenkknorpel mit den notwendigen Nährstoffen, schützt zusammen mit den Knorpelschichten die Knochen und federt ebenfalls Stöße ab. Ober- und Unterschenkel werden durch Bänder und Muskeln zusammengehalten. Die Seitenbänder dienen dem seitlichen Halt des Kniegelenks, die Kreuzbänder sichern das Gelenk gegen Verrenkungen nach vorn und hinten sowie bei Drehbewegung des Unterschenkels.

Im Bereich des Kniegelenkes kann es auf Grund verschiedener Ursachen zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen. Hierbei können Meniskus, vorderes und hinteres Kreuzband, Außen- und Innenband und verschiedene Sehnen betroffen sein. Nicht selten ist auch der Gelenkknorpel von Überlastungsschäden betroffen.

Die Kniebeschwerden machen sich häufig durch schmerzhaftes Drücken, Ziehen oder Stechen bemerkbar. Bei einer Entzündung ist das Knie zudem geschwollen, es fühlt sich warm an und es treten Schmerzen auf, 75 Prozent aller Menschen über 50 Jahre haben Probleme mit den Gelenken, da sie im Laufe des Lebens wie alle Strukturen des Körpers einen natürlichen Alterungsprozess durchmachen. Treten jedoch übermäßige Abnutzungserscheinungen oder ein frühzeitiger Verschleiß auf, so gilt dies als krankhafte Veränderung.

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Häufigste Ursachen

  • Arthrose des Kniegelenks, welche im Rahmen des natürlichen altersbedingten Verschleißes, aber auch durch Über- bzw. Fehlbelastung des Knies, beispielsweise bei Fettleibigkeit (Adipositas), übermäßigen Kniebelastungen beim Sport oder nach Verletzungen entstehen kann.
  • Verletzungen im Kniebereich durch Unfälle (z. B. Knochenbrüche, Bänder- oder Sehnendehnung).
  • Meniskusschäden.
  • Fehlstellung der Beine (X- oder O-Beine).
  • Knorpelveränderungen an der Kniescheibe.
  • Schmerzhafte Entzündungsreaktionen.
  • Stoffwechselkrankheiten, (Zuckerkrankheit, Gicht, Stoffwechselstörungen).
  • Autoimmunerkrankungen wie Rheuma.
  • Nicht richtig verheilte Knochenbrüche.
  • Angeborene Unebenheiten der Gelenkflächen.

Was Sie tun können

  • Unmittelbar nach einer Verletzung des Knies, dieses mit Eis (Eispackungen, Eisspray) kühlen.
  • Bei chronischen Schmerzen empfiehlt sich eine Behandlung mit Wärme (warme Tücher, Wärmebäder). Unterstützend wirken auch verschiedene Tees, zum Beispiel aus Brennnesselblättern oder Weidenrinde (Salicylsäure).
  • Äußere Behandlung mit entzündungshemmenden, schmerzlindernden Salben.
  • Gehstocknutzung auf der Gegenseite.
  • Schuhe mit Pufferabsätzen tragen.

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Bei Verletzungen.
  • Bei starken Schmerzen oder Schwellungen im Kniebereich.
  • Wenn die Beschwerden nach einiger Zeit nicht wieder abklingen.

Was Ihr Arzt tun kann

  • Feststellen der Ursache und entsprechende Behandlung.
  • Bei fortgeschrittener Arthrose kann die Injektion von Hyaluronsäure, einer der Gelenkflüssigkeit sehr ähnlichen Substanz, zu einer Linderung der Beschwerden beitragen.
  • Bei einer Ergussbildung wird das Knie in der Regel punktiert, d.h. der Arzt führt eine Nadel in die Kapsel und entnimmt die Flüssigkeit, danach wird ein entzündungshemmendes

Medikament eingespritzt

  • Bei O-Beinen kann das Verschreiben einer außenseitigen, bei X-Beinen einer innenseitigen Sohlenerhöhung zur Entlastung des Kniegelenks beitragen.
  • Bei Entzündungen werden entsprechende Medikamente verschrieben und gegebenenfalls die Grundkrankheit behandelt.
  • Physikalische Therapie einsetzen, z. B. die Behandlung der geschädigten Bereiche mit schwachen elektromagnetischen Feldern (Pulsierende Signal Therapie, kurz: PST) zur

Regeneration der betroffenen Gelenk- und Weichteile.

  • – Operative Maßnahmen ergreifen wie Meniskusentfernung, Knorpelglättung oder Knochenumstellung bei X- oder O-Beinen.
  • – Knieprothese bei starker Zerstörung des Kniegelenkes.

Vorbeugung

  • Vermeidung jeder Art der Überbelastung des Knies.
  • Vermeidung von starkem Übergewicht.
  • Stärkung der Muskulatur (Radfahren, Schwimmen, gezieltes Krafttraining).