Falsche Rippen (Costae spuriae)

Die ”falschen“ Rippen haben im Gegensatz zu den echten Rippen (Costae verae) keine direkte Verbindung zum Brustbein (Sternum).

Das 8.-10. Rippenpaar beteiligen sich am Aufbau des knorpeligen Rippenbogens (Arcus costalis). Die 11. und 12. Rippe enden frei zwischen den Muskeln der seitlichen Bauchwand.

Falsche Rippen sind nur über die Wirbel-Rippen-Gelenke mit dem Brustkorb verbunden. Außer der 11.und 12. Rippe haben alle Rippen zwei Gelenkflächen. Sie bilden jeweils ein Rippen-Querfortsatz-Gelenk (Articulatio costatransversaria) und ein Rippenkopf-Gelenk (Articulatio capitis costae).

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Das Rippen-Querfortsatz-Gelenk befindet sich jeweils zwischen einem Rippenhöckerchen (Tuberculum costae) und dem Querfortsatz des entsprechenden Wirbels (also 5. Rippe mit Querfortsatz des 5. Brustwirbels).

Der Rippenhals wird außerdem über das entsprechende Verstärkungsband, das Rippen-Querfortsatzband (Ligg. costotransversarium) mit dem Querfortsatz des Wirbels verbunden.

Das Rippenkopfgelenk befindet sich zwischen dem Rippenkopf (Caput costae) und dem Wirbelkörper.

Mit Ausnahme der 1.,11. und 12. Rippe handelt es sich bei diesen Verbindungen um zweikammerige Gelenke. Das ist darauf zurückzuführen, dass jede Rippe mit dem oberen bzw. unteren Rand zweier übereinander liegender Wirbel in gelenkiger Verbindung steht.

Falsche-Rippen
Falsche-Rippen

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