Rote Blutkörperchen

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Die roten Blutkörperchen (Erythrocyten) sind mit einer Anzahl von 4,5 bis 5,5 Millionen pro Mikroliter Blut die am häufigsten vorkommenden Blutzellen (Haemocyten).
Gebildet werden diese kreisförmigen, von beiden Seiten eingedellten (wulstartiger Rand) Zellen im roten Knochenmark. Von hier schwemmen sie nach der Reifung in den Blutkreislauf. Der Hauptbestandteil der Erythrozyten ist ein rotfarbenes, eisenhaltiges Protein, das Hämoglobin (Hb), welches die Fähigkeit besitzt, Sauerstoff zu binden.

Der Anteil des Blutfarbstoffes innerhalb der roten Blutkörperchen liegt bei Frauen um 15g%, bei Männern um 16g%.

Aufgrund ihrer Verformbarkeit können sie den in der Lunge (Pulmo) aufgenommenen Sauerstoff in die feinen Haargefäße (Vas capillare) des Körpers transportieren. Der Sauerstoff wird dort an die Körperzellen abgegeben und somit sauerstoffarmes Blut zur Lunge zurücktransportiert.
Da die Erythrozyten weder Zellkern (Nukleus) noch Zellorganellen besitzen, sind sie nicht teilungsfähig. Nur in der Frühform im Knochenmark besitzen sie einen Kern.
Erythrocyten gehen nach etwa 120 Tagen zugrunde und werden dann in Milz (Splen), Leber (Hepar) oder Knochenmark (Medulla ossium) abgebaut. Das Hämoglobin wird in der Leber zu Bilirubin (rötlichbrauner Gallenfarbstoff) abgebaut.

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