Kerne-Gehirn

Die Kerne

Als Kerne werden Zellanhäufungen, oder anders ausgedrückt: massive Ansammlungen grauer Substanz (kleine grauen Zellen), bezeichnet.

  • Graue Substanz = überwiegend Nervenzellkörper (Pericaryon)
  • Weiße Substanz = überwiegend Nervenfasern (Dendriten, Axone)

Im Gehirn liegt die graue Substanz außen (siehe Großhirnrinde). Im Rückenmark wird die graue von der weißen Substanz umhüllt.

Roter Kern (Nucleus ruber)

Der rote Kern, so bezeichnet durch die eisenhaltige Segmente bedingte rötliche Farbe, liegt im Mittelhirn (Mesencephalon) an der Grenze zum Zwischenhirn (Diencephalon). Er ist ein Koordinator für empfangene Informationen aus Groß- und Kleinhirn und daraus erwachsene Signale für die Hirnnerven, die über das Rückenmark und zurück an das Kleinhirn (Cerebellum) transportiert werden.

Störungen des roten Kerns verursachen Störungen in der Feinmotorik. Schnelle Bewegungen wie z.B. (mit der Schreibmaschine schreiben) oder Bewegungen, die eine hohe Zielgenauigkeit verlangen (z.B. Essen), können nicht mehr korrekt durchgeführt werden.

Es kommt zu ungeordneten Bewegungen, Zittern bei Annäherung an das Ziel etc.

Kerne

Schwarzer Kern/ schwarze Substanz (Substantia nigra)

Die ebenfalls im Mittelhirn liegende ausgedehnte Ansammlung von Nervenzellen hat ihre dunkle Farbe durch ihren Melaningehalt.

Die schwarze Substanz produziert den für die Basalganglien wichtigen Überträgerstoff Dopamin.

Eine Störung des schwarzen Kerns, besser gesagt eine Störung in der Produktion des Dopamin führt zur Schüttellähmung, dem sogenannten Parkinson-Syndrom.

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