Der Mensch

Netzsubstanz (Formatio reticularis)

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Als Netzsubstanz werden Nervenzellgruppen und die dazugehörigen kurzen Faserzüge, die zwischen den ansonsten eindeutig abgegrenzten Bahnen und Kernen liegen, bezeichnet. Meistens handelt es sich um kleinere Zellgruppen, einige der Formatio reticularis zugeordneten großen Zellansammlungen sind z.B. der

Die Netzsubstanz kommt im Hirnstamm, im Zwischenhirn, im verlängerten Mark und im Rückenmark vor. Sie koordiniert die Hirnnerven untereinander und stimmt deren Tätigkeit auf andere Teile des zentralen Nervensystems ab. Von daher wird sie auch gern als Schaltzentrale unseres Bewusstseins bezeichnet.

Netzsubstanz

Die sie in jedem Moment erreichenden vielfachen Nervenreize (elektrische Signale) werden hier sortiert, interpretiert, gefiltert und ggf. gespeichert. Die (Formatio reticularis) sorgt dafür, dass nur ”wichtige“ Informationen bis ins Großhirn und damit in unser Bewusstsein gelangen.

In den weitaus meisten Fällen werden von ihr unterbewusste Reaktionen veranlasst. Die Formatio reticularis ist auch ein wichtiger Bestandteil des aufsteigenden retikulären Aktivierungssystem (ARAS) dem ”Alarmsystem“ unseres Körpers.

Alle vom ARAS ausgesendeten Signale dringen sofort mit oberster Priorität in unser Bewusstsein (Hupen, Schreien, Brandgeruch etc.).

Umgekehrt kann unser Bewusstsein über das ARAS unsere gesammelte Aufmerksamkeit (Konzentration) auf eine einzige Handlung lenken, ein Mechanismus, der es uns ermöglicht, sportliche und geistige Höchstleistungen zu vollbringen.

Netzsubstanz-Formatio-reticularis
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