Stammhirn oder auch Hirnstamm

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Das Stammhirn (Truncus cerebri) gliedert sich anatomisch in Mittelhirn (Mesencephalon), Brücke (Pons) und verlängertes Mark (Medulla oblongata). Entwicklungsgeschichtlich gehören noch Kleinhirn (Cerebellum) und Zwischenhirn (Dienzephalon) dazu.
Das Stammhirn bildet den tieferen, stammesgeschichtlich ältesten Teil des Gehirns. Es mündet in das Zwischenhirn, welches wiederum vom Großhirn (Cerebrum) haubenartig überdacht wird.
Das verlängerte Mark bildet den Übergang vom Rückenmark ins Gehirn. Im Aufbau ähnelt es noch etwas dem Rückenmark. Hier liegen die Reflexzentren für Kauen, Schlucken, Speichelfluss und für die Schutzreflexe, z.B. Niesen und Husten.
Die Nervenbahnen des Pyramidenstrangs kreuzen sich unterhalb der Brücke und beherbergen u.a. die Steuerzentren für das automatische Ablaufen von Herzschlag, Atmung und Stoffwechsel.
Die sich anschließende Brücke ist die Umschaltstelle für die absteigenden (efferenten) Bahnen des Großhirns, die hier auf Fasern umgeschaltet werden, die zum Kleinhirn führen.
Das Mittelhirn (ein 1,5 cm breites Hirnteil) oberhalb der Brücke mündet in das Zwischenhirn. Es ist Sitz der Schaltstelle für automatische Bewegungsabläufe, wie die Körperdrehung um die Längsachse und die Aufrichtung von Kopf und Oberkörper, sowie Sitz des optischen und akustischen Systems und des sogenannten roten und schwarzen Kerns.
Von den zwölf Hauptnervenpaaren, die dem Gehirn entspringen, gehen zehn direkt am Hirnstamm ab (III-XII). Die Hirnnerven werden nach der Reihenfolge ihres Austritts mit römischen Ziffern durchnummeriert.
Über die gesamte Länge des Hirnstamms zieht sich ein Netzwerk von Nervenzellen (Formatio reticularis = Netzsubstanz) mit einigen Zellanhäufungen, die als Kerne bezeichnet werden.
Diese Kerngebiete, die sog. Stammhirnkerne, unterliegen einerseits der Kontrolle des Großhirns und übernehmen andererseits dem Rückenmark übergeordnete Funktionen, wie z.B. die Überwachung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Aufmerksamkeit und ermöglichen es unserem Körper, auf die vielfachen auf ihn eindringenden Reize zu antworten.
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Als Olive oder Olivenkern wird ein extrapyramidal motorisches Kerngebiet seitlich neben der Pyramide am oberen Ende des verlängerten Marks unterhalb der Brücke bezeichnet.
Das Formatio reticularis ist außerdem Teil des extrapyramidalmotorischen Systems und somit für den Muskeltonus und die Reflexerregbarkeit mitverantwortlich.

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