Herzmuskulatur – Anatomie, Aufbau, Funktion, Krankheiten

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Die Herzmuskulatur gehört zur quergestreiften Muskulatur, weist aber histologisch Merkmale der quergestreiften und der glatten Muskulatur auf. Sie besteht aus Muskelfasern, die einen Zellverband ohne feste Zellgrenzen bilden.

Herzmuskelfasern sind 20-30µm dick. Die Myofibrillen der einen Faser ziehen in ausgeprägter Längsrichtung in die andere Faser und geben der Muskelfaser eine deutliche Längsstreifung.

Die Myofibrillen der Herzmuskulatur sind quergestreift, jedoch feinstreifiger als die der Skelettmuskulatur. Die Herzmuskulatur wird über den 10. Hirnnerv (Nervus cranialis) gesteuert.

Der Muskel hat einen großen Energiebedarf. Dieser wird durch zahlreiche Blutgefäße gedeckt. Größere Gefäße durchziehen das kräftige Bindegewebe, feinere Gefäße (Kapillaren) verzweigen sich netzartig in der Verschiebeschicht (Epimysium).

Jede Muskelkontraktion wird durch einen motorischen Nerv veranlasst. Dieses geschieht durch die motorische Endplatte.

Sie ist die Kontaktstelle (Synapse) zwischen Nervenfaser und Muskelfaser, an der die Erregung (von Nerven des Rückenmarks oder des Gehirns übertragen wird. Hier kann eine einzelne Muskelfaser versorgt werden, aber auch eine Verzweigung ist möglich, so dass 100 Muskelfasern gleichzeitig versorgt werden können.

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