Bildung und Funktion der Lymphozyten

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Die eigentlichen Abwehrzellen des Körpers sind die Lymphozyten (lateinisch „lympha“ = klares Wasser). Sie machen innerhalb der Leukozyten etwa 25 bis 35% aus. Beim Erwachsenen sind davon nur etwa 4% im Blutkreislauf (70% davon T-Lymphozyten). Etwa 10% kommen im Knochenmark vor.
Der überwiegende Teil befindet sich innerhalb der lymphatischen Organe Thymus, Milz und Mandeln, darüber hinaus in Lymphknoten und in den Peyerschen Plaques, zusammengewachsenen Lymphknotengruppen im Krummdarm (Ileum). Von hier aus können sie in das Blut abgegeben werden. Bei chronischen Entzündungen wächst der Anteil an Lymphozyten an.
Lymphozyten haben einen großen rundlichen Kern und wenig Zytoplasma (von der Zellmembran umgebener Teil ohne Zellkern) mit Granula. Sie besitzen die Fähigkeit der Teilung.
Entsprechend ihres Wachstumsverhaltens kann man zwischen lang- und kurzlebigen Lymphozyten unterscheiden (1 Woche bis 500 Tage). Während ihrer Entwicklung erwerben sie spezifische Bindungsstellen (Rezeptoren) für bestimmte Antigene (Fremdsubstanzen), die sie später von körpereigenen Substanzen unterscheiden können. Daher werden Lymphozyten teilweise auch als Gedächtniszellen bezeichnet.
Innerhalb des Knochenmark entstehen zunächst aus den Stammzellen sogenannte Basislymphozyten, die sich zu Prä-B- und Prä-T-Lymphozyten entwickeln. Mit dem Blutstrom gelangen sie zu ihren eigentlichen Entwicklungsstätten.

Prä-B-Lymphozyten werden wahrscheinlich in den Peyerschen Plaques und im Knochenmark selbst ausgebildet. Von dort gelangen sie unter Umgehung des Thymus direkt in die lymphatischen Organe, vor allem aber in die Lymphknoten.
Ihre Hauptaufgabe besteht in der Bildung von Antikörpern (humorale Immunreaktion). Dazu wandeln sie sich in Plasmazellen um. Kommt es zu einem Kontakt mit einem krankhaften Erreger (spezifischen Antigen), bilden die Plasmazellen Antikörper gegen diesen speziellen „Eindringling“ und nur gegen diesen. Diese Antikörper gelangen als Immunglobuline ins Blut.
Prä-T-Lymphzyten gelangen zur weiteren Umwandlung über das Blut zum Thymus; von hier aus Mandeln, Milz, Lymphknoten usw.. Dort reifen sie zu T-Lymphozyten weiter.
Durch die T-Lymphozyten setzt die zelluläre Immunabwehr ein.
 

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