Was ist blutdruck

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Als Blutdruck wird der arterielle Blutdruck innerhalb des Körperkreislaufes bezeichnet. Er ergibt sich bei jedem Herzschlag aus einem oberen Druckwert während der Systole des Herzens (Höhepunkt der Austreibungsphase) und einem unteren Druckwert während der Diastole (minimaler Druck beim Öffnen der Aortenklappe) des Herzens. Der gemittelte Wert wird als mittlerer Blutdruck benannt, die Differenz zwischen beiden als Blutdruckamplitude.
Blutdruckwerte und Blutdruckamplitude lassen Schlüsse auf die Verfassung von Herz, Gefäßen und Nieren zu. Der Blutdruck sollte optimal reguliert sein, denn ein zu niedriger Blutdruck kann zum Mangel an Sauerstoff in den Geweben (Anoxie) und damit zu einer Zerstörung dessen, aber auch zum Schock führen. Ist der Blutdruck ständig erhöht, kann dieses zur Schädigung der Gefäße und damit auch der Organe, vor allem von Herz (Cor), Gehirn (Cerebrum), Netzhaut (Retina) und Nieren (Ren) führen. Für die Durchblutung der Organe ist der mittlere Blutdruck ausschlaggebend.
Normalerweise liegt der systolische Wert des Blutdrucks um etwa 120 mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule), der diastolische ungefähr bei 80 mm Hg. Bei starker körperlicher Arbeit kann der systolische Wert vorübergehend auf 200 mm Hg. ansteigen. Ist der Blutdruck ständig erhöht (höher als 140 / 90 mm HG), spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie), ist er ständig zu niedrig, wird dieses als Hypotonie bezeichnet.
Bei der Blutdruckmessung gibt es zwei Möglichkeiten der Durchführung: Der Blutdruckapparat nach Riva-Rocci, wie er noch heute eingesetzt wird, erfasst die Blutdruckschwankungen, die durch die Pumptätigkeit des Herzens verursacht werden in indirekter Form. Dagegen wird bei der direkten Blutdruckmessung der Blutdruck direkt in den Gefäßen gemessen.
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