Hyaliner Knorpel

Hyaliner Knorpel hat ein bläulich-milchiges Aussehen und wirkt durchscheinend und glasartig. Er kann starke Druckeinwirkungen abfangen. Deshalb findet man ihn als glättende Oberfläche an gelenkbildenden Knochenenden.
Außen umgibt den hyalinen Knorpel eine Knorpelhaut (Perichondreum), die direkt in den Knorpel übergeht.
Die druckelastische Interzellularsubstanz (Zwischensubstanz) enthält kollagene Fibrillen und nicht kollagene Eiweißsubstanzen. Wasserreiche Zellen liegen von einer Kapsel umgeben in sogenannten Knorpelhöhlen.
Sie sind durch einen Zellhof von der Zwischensubstanz abgetrennt und bilden mit der sie umgebenden Schale bzw. Kapsel ein Chondron (funktionell zusammengehöriger Knorpelbereich).
Hyaliner Knorpel bildet in der Embryonalphase die Knochenform des Skeletts aus, die dann allmählich in Knochengewebe umgewandelt wird. Er ermöglicht auch das weitere Längenwachstum bis zur Erwachsenengröße über die bestehen bleibenden Wachstumsfugen am Übergang vom Knochenendstück (Epiphyse) zum Knochenschaft (Diaphyse).
Im Alter kann es durch geringer werdende Nährstoffversorgung zu degenerativen Prozessen kommen; außerdem sind vor allem im hyalinen Knorpel frühe Kalkablagerungen zu beobachten.
Vorkommen von hyalinem Knorpel: Rippenknorpel, Gelenkknorpel, Wachstumsfugen, Nasenscheidewand (teilweise), Kehlkopfskelett.
Hyaliner-Knorpel