Die schöne Hand

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Es scheint dem Menschen ein elementares Bedürfnis zu sein, sich zu schmücken. Mann und Frau verzierten schon in prähistorischer Zeit Kleidung und sichtbare Körperpartien, die Hände eingeschlossen.

Im alten Ägypten wurden Nägel und Handflächen mit Farbstoffen wie Henna gefärbt, einem intensiv gelbroten Pflanzenprodukt. Diese Sitte ist auch heutzutage noch in weiten Teilen Asiens und der arabischen Staaten verbreitet.

Die Damen in westlichen Kulturkreisen ziehen es vor, ihre Nägel nach Typ und Mode farbig zu lackieren oder sogar künstlich zu verlängern.
Schon in der griechischen und römischen Antike waren zudem Ringe in Gebrauch – vom einfach geformten Ehering über Siegelringe, die oft auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe ausdrücken, bis hin zu kunstvoll geformten Exemplaren.

Doch auch die ungeschminkte und ungeschmückte Hand kann durch Feingliedrigkeit und schöne Haut ansprechen, Ausstrahlung haben und kraftvoll wirken. Vielleicht deshalb ist dieser Körperteil auch das wichtigste Instrument der Gebärdensprache und in der Geschichte immer wieder ein Sinnbild geistlicher oder weltlicher Macht.

So symbolisiert „die Rechte des Herrn“ im Neuen Testament das die Welt erschaffende Gotteswort, und vom frühen Christentum bis in das Mittelalter hinein stand die rechte Hand für die Gestalt Gottes.

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Sie vollführt auch vielerlei Gebärden in religiösen Ritualen, während ihr linker Gegenpart der schwarzen Magie vorbehalten war. Heiler und Priester legen ihre Hand auf, um Krankheiten zu besiegen oder Segen zu spenden. Der Handschlag besiegelt auch heutzutage noch so manches Geschäft.

Um diese kostbaren Körperteile zu schützen – oder einfach ansprechend zu präsentieren -, trugen schon die Perser Fingerhandschuhe aus Pelz, die Griechen und Römer Fausthandschuhe aus Leder.

Seit dem 10. Jahrhundert gehören Handschuhe aus Stoff zur geistlichen Tracht und werden vom Bischof beim Pontifikalamt getragen. Der römisch-deutsche Kaiser trug im späten 12. Jahrhundert Handschuhe aus Seide, innen mit Goldstickerei, außen mit Perlen, Emailarbeiten und Steinen verziert.

Seit dem Ende des 15. Jahrhunderts gab es Handschuhe zu derberen Zwecken aus strapazierfähigerem Material: Mit Scharnieren versehen waren sie Teil der Ritterrüstung.

Indem Handschuhe die Hand selbst symbolisierten, wurden sie zu Repräsentanten ihres Trägers, was wohl am besten der Fehdehandschuh veranschaulicht, den man dem Kontrahenten zum Zeichen der Feindschaft zuwarf.

Eine nettere Geste war da doch schon der Handkuß, der Ende des 16. Jahrhunderts vom spanischen Hof nach Deutschland kam. Drei Jahrhunderte später gehörte er auch zu den bürgerlichen Umgangsformen.

Seine Bedeutung reichte vom unverbindlichen „Küß die Hand, gnä‘ Frau“ bis hin zur Geste der Unterordnung unter einen Fürsten oder gar der devoten Verehrung eines Heiligen.

Wie wichtig das Aussehen der Hand für die Menschen nach wie vor ist, zeigt nicht nur der erwähnte Wunsch, sie zu verzieren, sondern auch die Vielfalt von speziellen Pflegemitteln.

Denn als ständig benutztes Organ ist sie zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Damit die Hand schön und geschmeidig bleibt, sollen Cremes die Feuchtigkeit ihrer Haut erhalten. Selbst Spülmittel werben damit, die Hand zu pflegen. Doch darauf sollte niemand blind vertrauen.

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