Lesen ohne Augenlicht

Die Augen geschlossen, ein Stück Pappe ertastend – ein Blinder bei der Lektüre des Gedichts von Ernst Jandl.
Der Franzose Louis Braille hat 1825 die nach ihm benannte Schrift entwickelt, die Grundlage aller Blindenschriften wurde. Damals enthielt sie 50 Zeichen, heutzutage 63.
Deren Grundmuster bilden sechs Punkte, die wie die sechs Augen auf einem Würfel in zwei Spalten zu drei Punkten angeordnet sind. Sie sind numeriert: 1, 2, und 3 zählt man von oben nach unten in der linken Spalte, 4, 5 und 6 in der rechten. Ein Zeichen besteht nun aus Erhebungen der Pappe an solchen Punkten. Zur Systematisierung nach Gruppen werden zunächst nur die Punkte 1, 2, 4 und 5 verwendet, dann zuerst Punkt 3, 3 und 6 oder nur 6 dazu genommen, schließlich die Zeichen der ersten Gruppe in den unteren Reihen, also mit den Nummern 2, 3, 5 und 6 wiederholt.
So ergeben sich Zeichen für Buchstaben, einige Umlaute und Satzzeichen. Einige abweichende Bildungen haben besondere Bedeutung. Wörter sind dann Buchstabenfolgen, getrennt durch Leerzeichen, ebenso Sätze. Absätze beginnen auf einer neuen Zeile und so weiter. Es gelten die allgemein üblichen Rechtschreibregeln.
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Brustdrüse

Die Brustdrüse liegt mit ihrer vordersten Vorwölbung, der Brustwarze (Papilla mammaria), in der Höhe der 4. Rippe. Nach ihrem Sekret wird sie auch als Milchdrüse bezeichnet. Sie wird beim Mann und bei der Frau paarig angelegt, entwickelt sich ab der Pubertät aber unterschiedlich.
Die Brustdrüse besteht aus 15 -25 Einzeldrüsen, die mit ihren Milchgängen (Ductus lactiferi) an der Brustwarze nach außen münden. Die Brustwarze ist vom Warzenhof (Areola mammae) umgeben.
In ihm sind Duft- und Schweißdrüsen zu finden. Das eigentliche Drüsengewebe liegt in der Unterhaut. Außerdem besteht die Brustdrüse aus Fett- und Bindegewebe. Das Bindegewebe gibt der weiblichen Brust den Halt. Mit zunehmendem Alter kann es erschlaffen, die Brust senkt sich dann.

Brustdrüse

Die Brustdrüse ist eine im Zusammenhang mit der Fortpflanzung der Säuger umgebildete Hautdrüse. Ihre Aktivität liegt in der Stillphase nach einer Schwangerschaft. Sie durchläuft somit von der Geburt an verschiedene Entwicklungsphasen:
Kindheit: Die Brustdrüse befindet sich im Ruhestand.
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Schweißdrüsen

Schweißdrüsen (Glandulae sudoriferae) Schweißdrüsen sind überall im Körper in der Haut eingelagert. An einigen Stellen treten sie besonders gehäuft auf. So findet man in 1 cm² Haut der Handinnenfläche an die 300 Schweißdrüsen, am Rücken sind es nur 50. Sie liegen in der unteren Schicht der…

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Geschmacksorgan (Organum gustus)

Das Geschmacksorgan hat keine geschlossene Struktur. Seine etwa 2000 Geschmacksknospen sind im Gewebe der Zunge (Lingua) und des Gaumens (Palatinum), dem Kehldeckel (Epiglottis) und der oberen Speiseröhre (Oesophagus) angesiedelt. Die meisten befinden sich in der Schleimhaut der Wallgräben (Papillae vallatae) auf der Zunge. Geschmacksknospen sind 40…

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Das Gleichgewichtsorgan

Das Gleichgewichtsorgan Das Gleichgewichtsorgan, auch Vestibularapparat genannt, liegt im Ohr. Es ermöglicht dem Menschen die Orientierung im Raum, denn es registriert Beschleunigungen und Lageveränderungen. Es setzt sich zusammen aus drei Bogengängen (Ductus semicirculares), dem großen Vorhofsäckchen (Utriculus) und dem kleinen Vorhofsäckchen (Sacculus) sowie die jeweiligen dazugehörenden…

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Die Oberhaut (Epidermis)

Die Oberhaut ist ein mehrschichtiges Deckgewebe. Sie ist durch Furchen gegliedert. An den Handflächen und Fußsohlen bilden diese Furchen für jeden Menschen spezifische Muster. Selbst nach leichten Verletzungen erscheinen diese Muster wieder in gleicher Form. Deshalb kann man mit Hilfe von Fingerabdrücken Personen identifizieren (Daktyloscopie). Auch…

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Die Nägel (Ungues)

Nägel bestehen aus besonders ausgebildeter Hornschicht eines bestimmten Hautabschnittes. Sie dienen als Schutz für die empfindlichen Finger- und Zehenglieder, aber auch zur Tastempfindung. Hierbei bilden sie den Widerstand für den Druck, der auf den Tastballen entsteht. Fehlt ein Nagel, ist hier auch das Tastempfinden beschränkt. Die…

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Menschliche Haare (Pili)

Die Haare werden von Einstülpungen der Keimschicht in die Lederhaut gebildet. Aus diesen Einstülpungen geht die eigentliche Haaranlage zusammen mit Talgdrüsen (Haarbalgdrüsen) hervor. Das Haar liegt mit der Haarwurzel im Inneren der Einstülpung, in der Wurzelscheide. Es ragt mit dem Haarschaft aus der Haut hervor. Die…

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Unterhaut

Unterhaut (Subcutis) Die Unterhaut wird von Fettgewebsläppchen gebildet, die durch Bindegewebsabschnitte in Kammern geteilt werden. Sie stellt die Verbindung zwischen Strukturen wie Knochenhaut oder Fascien her und ermöglicht die Verschiebbarkeit der Haut. In der Unterhaut verlaufen größere Gefäße und Nerven. Die Blutgefäße dienen vor allem der…

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