Lesen ohne Augenlicht

Die Augen geschlossen, ein Stück Pappe ertastend – ein Blinder bei der Lektüre des Gedichts von Ernst Jandl.
Der Franzose Louis Braille hat 1825 die nach ihm benannte Schrift entwickelt, die Grundlage aller Blindenschriften wurde. Damals enthielt sie 50 Zeichen, heutzutage 63.
Deren Grundmuster bilden sechs Punkte, die wie die sechs Augen auf einem Würfel in zwei Spalten zu drei Punkten angeordnet sind. Sie sind numeriert: 1, 2, und 3 zählt man von oben nach unten in der linken Spalte, 4, 5 und 6 in der rechten. Ein Zeichen besteht nun aus Erhebungen der Pappe an solchen Punkten. Zur Systematisierung nach Gruppen werden zunächst nur die Punkte 1, 2, 4 und 5 verwendet, dann zuerst Punkt 3, 3 und 6 oder nur 6 dazu genommen, schließlich die Zeichen der ersten Gruppe in den unteren Reihen, also mit den Nummern 2, 3, 5 und 6 wiederholt.
So ergeben sich Zeichen für Buchstaben, einige Umlaute und Satzzeichen. Einige abweichende Bildungen haben besondere Bedeutung. Wörter sind dann Buchstabenfolgen, getrennt durch Leerzeichen, ebenso Sätze. Absätze beginnen auf einer neuen Zeile und so weiter. Es gelten die allgemein üblichen Rechtschreibregeln.
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Tränenapparat

Oben seitlich in der Augenhöhle sitzen eine größere und eine kleinere Tränendrüse (Glandula lacrimalis). Sie sondern die Tränenflüssigkeit ab, etwa einen halben Liter je Tag. Durch den Lidschlag wird sie über die Augenvorderseite verteilt und fließt dann zum inneren Augenwinkel. Durch zwei Öffnungen im oberen und…

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Augenlid

Augenlid Jedes Auge hat ein Oberlid (Palpebra superior) und ein Unterlid (Palpebra inferior), die außen von zarter Haut, innen von Schleimhaut (Bindehaut) überzogen sind. Sie begrenzen die Lidspalte (Rima palpebrarum), an dessen Ende am medialen Augenwinkel das Tränenwärzchen (Caruncula lacrimalis) liegt. Diese winzige Erhebung ist mit…

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Augenmuskeln

Augenmuskeln Wir unterscheiden innere und äußere Augenmuskeln. Sie ermöglichen die Bewegung des Augapfels. Die inneren Augenmuskeln dienen der Verstellbarkeit der Pupillenöffnung und der Linsenkrümmung. Ihre Funktion wird vom Sympathikus bzw. Parasympathikus gesteuert. Durch das Drehen des Kopfes oder des Körpers holen wir uns den zu betrachtenden…

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Augenhöhle (Orbita)

Seine Wände setzen sich zusammen aus einem Dach, gebildet aus dem Stirnbein (Os frontale) und kleinem Keilbeinflügel (Ala minor), einem Boden, gebildet aus Oberkiefer (Maxilla), Jochbein (Os zygomaticum) und Gaumenbein (Os palatinum), einer seitlichen (lateralen) Wand, gebildet aus Jochbein und großem Keilbeinflügel (Ala major) und einer…

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Augapfel (Bulbus oculi) – Aufbau und Funktion
Auge

Augapfel (Bulbus oculi) – Aufbau und Funktion

Der größte Teil des Auges liegt in der knöchernen Augenhöhle. Das Auge ist fast kugelförmig und hat einen Durchmesser von etwa 24 mm. Die Wand des Auges besteht aus drei Hauptschichten: Die äußere Augenhaut (Tunica fibrosa bulbi) ist faserreich; sie bildet im hinteren Teil die Lederhaut…

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