Lederhaut

Lederhaut (Dermis)

Share on facebook
Facebook
Share on google
Google+
Share on twitter
Twitter

Die Lederhaut bildet ein System von Zapfen und Erhebungen (Papillen) und ragt damit in die Oberhaut (Epidermis). Durch diese Papillen entsteht ein weiterer Schutz vor mechanischer Beanspruchung. Sie sind besonders an Stellen mit stärkerer Belastung ausgeprägt angelegt.

Die obere Schicht der Lederhaut (Stratum papillare) besteht überwiegend aus dichtem Bindegewebe. In ihm verläuft ein Geflecht von dünnen Kollagenfaserbündeln und elastischen Fasern. Außerdem finden sich kleinere Blutgefäße und feine Haargefäße (Kapillaren).

Die Verbindung zwischen Lederhaut und Oberhaut wird beim Auftreten von Brandblasen gelöst. Die Blase ist die Oberhaut, die rötliche Schicht darunter ist die Lederhaut. In der tiefer gelegenen Schicht der Lederhaut (Stratum reticulare) finden sich überwiegend größere kollagene Faserbündel, begleitet von elastischen Fasern.

Die Fasern verlaufen parallel zur Hautoberfläche, überkreuzen sich und bilden so ein Scherengitter. Dadurch erhält die Haut ihre Elastizität. Mit zunehmendem Alter geht die Elastizität verloren, es bilden sich Falten.

In der Lederhaut befindet sich der Hauptteil der Sinneszellen (Rezeptoren) der Haut. Damit gehört die Haut zu den Sinnesorganen. Anatomisch treten die Sinneszellen in großer Formenvielfalt auf. Dieser Vielfalt entspricht eine Vielfalt von Empfindungen: Berührungs-, Druck-, Vibrations-, Wärme-, Kälte-, Schmerz-, Juckempfindungen.

Die Empfindungen lassen sich punktförmig lokalisieren.

Im Mittel kommen auf 1 cm² Haut 2 Wärme-, 13 Kälte-, 25 Druck- und 200 Schmerzpunkte. An verschiedenen Körperstellen weichen diese Zahlen stark vom Mittel ab. So sind die Druckempfindungen z.B. in den Fingerbeeren größer, im Rücken kleiner als im Mittel.
Um die Reize an den Sinneszellen der Haut als Empfindungen wahrnehmen zu können, enden in der Haut viele Nerven bzw. sind mit den Rezeptoren verbunden.

Schmerzempfindungen treten als Oberflächen- oder als Tiefenschmerz auf. Der Körper reagiert unterschiedlich auf die zwei Schmerzarten.
Oberflächenschmerz, der als stechend empfunden wird, entsteht bei Verletzungen der oberen Hautschichten.

Er hat ein reflektorisches Zurückziehen zur Folge, z.B. zieht man beim Berühren einer heißen Herdplatte mit der Hand diese sofort zurück. Tiefenschmerz, als dumpfer Schmerz empfunden, ist Folge von z.B. Quetschungen oder Druck auf Muskeln. Auf ihn reagiert der Körper mit Schonverhalten.

 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on google
Google+

1 Kommentar zu „Lederhaut (Dermis)“

  1. Pingback: Augapfel (Bulbus oculi) - Aufbau und Funktion | Der Mensch

Kommentarfunktion geschlossen.

Proteinbiosynthese

Proteinbiosynthese

Innerhalb des menschlichen Körpers stellen Proteine den funktionell wichtigsten Anteil dar, denn sie übernehmen eine Vielfalt von Aufgaben. Als Enzyme sorgen sie für einen geregelten

Weiterlesen »

Das Blut

Das Blut Das Blut ist sozusagen das flüssige Transportgewebe des Körpers bzw. der Gehilfe des Kreislaufs. Es hat die Aufgabe, jede Zelle mit den für

Weiterlesen »

Schulter- und Armschmerzen

Schmerzen im Bereich der Arme oder der Schulter gehören meistens zur Gruppe der rheumatischen Beschwerden, z. B. die Sehnenscheidenentzündung am Unterarm. Die Sehnen verbinden die

Weiterlesen »