Lederhaut

Die Oberhaut (Epidermis)

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Die Oberhaut ist ein mehrschichtiges Deckgewebe. Sie ist durch Furchen gegliedert. An den Handflächen und Fußsohlen bilden diese Furchen für jeden Menschen spezifische Muster. Selbst nach leichten Verletzungen erscheinen diese Muster wieder in gleicher Form. Deshalb kann man mit Hilfe von Fingerabdrücken Personen identifizieren (Daktyloscopie). Auch bei Vaterschaftsnachweisen finden sie Eingang in erbbiologische Gutachten.

Die oberste Schicht der Oberhaut besteht aus verhornten Zellen, die abgestorben sind. Kleinste Teilchen davon werden ständig abgestoßen, an der Kopfhaut sind sie uns als Schuppen bekannt. An besonders beanspruchten Körperstellen wird die Hornhaut 4 und mehr Millimeter dick (Handschwielen, Hühneraugen).

Zur darunter liegenden Lederhaut (Corium / Dermis) grenzt sich die Oberhaut mit einem Grundhäutchen (Basalmembran) ab. Auf ihr liegen zylindrische Zellen, die durch Zellteilung die Hornschicht ständig ergänzen. Diese Schicht wird auch als Keimschicht bezeichnet, in ihr sind Farbstoffe (Pigmente) enthalten. Die Pigmente bilden einen Schutz gegen die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichts, die wegen ihrer chemischen Wirksamkeit schädigen können.

Bei längerer Sonneneinstrahlung reagiert der Körper deshalb schützend durch vermehrte Pigmentbildung, die Haut bräunt. Pigmentanhäufungen führen zu Sommersprossen und Leberflecken. Die Oberhaut übernimmt somit eine mechanische Schutzfunktion und bietet bis zu einem gewissen Grad Schutz vor Strahlenschäden.

An der Handfläche und an der Fußsohle liegt eine Leistenhaut mit einer dicken Oberhaut, an anderen Stellen findet man Felderhaut, die wesentlich dünner ist und auch behaart sein kann. Die Ernährung der gefäßfreien Oberhaut geschieht über darunter liegende Vorstülpungen (Papillen) der Lederhaut.

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1 Kommentar zu „Die Oberhaut (Epidermis)“

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