Unterhaut

Unterhaut (Subcutis)

Die Unterhaut wird von Fettgewebsläppchen gebildet, die durch Bindegewebsabschnitte in Kammern geteilt werden. Sie stellt die Verbindung zwischen Strukturen wie Knochenhaut oder Fascien her und ermöglicht die Verschiebbarkeit der Haut.
In der Unterhaut verlaufen größere Gefäße und Nerven. Die Blutgefäße dienen vor allem der Ernährung der Haut und der Regulierung der Temperatur. Vor allem in den Muskeln und in der Leber wird sehr viel Wärme erzeugt. Diese strömt mit dem Blut in die Körperperipherie.

Unterhaut

Während die Temperatur im Rumpf und Kopf, also im Körperkern, konstant gehalten wird, sinkt die Wärmeabgabe und die Temperatur bei schwächerer Durchblutung; bei stärkerer Durchblutung wird mehr Temperatur abgegeben, so dass die Temperatur der ”Körperschale“ ansteigt.
Je nach Ernährungszustand des Körpers ist die Unterhaut unterschiedlich stark. Ihre Masse kann 10 kg bis 20 kg umfassen, bei übergewichtigen Menschen ein Vielfaches davon.
Das Fettgewebe der Unterhaut kommt als Baufett und als Speicherfett bzw. Depotfett vor. Baufett findet man beispielsweise am Po und auf der Fußsohle, Depotfett beispielsweise als Fettpolster an den Hüften.
An einigen Stellen wie beispielsweise Lippe, Ohrmuschel oder Penis ist die Unterhaut fettfrei und locker im Verband. Am Kopf und im Gesicht gibt es eine feste Verbindung der Unterhaut mit Muskeln und Sehnen. Dieses ist die Grundlage für unsere Mimik.
Außer als Fettdepot dient die Unterhaut auch als Wasserspeicher. In den oberen Schichten der Unterhaut findet man auch Sinneszellen und Schweißdrüsen (aka unterhaut).