Proteinbiosynthese

Wadenbein (Fibula)

Das Wadenbein entspricht in der Länge etwa dem des Schienbeins. Es ist jedoch ein schlankerer und dadurch elastischerer Knochen. Während das Schienbein (Tibia) den Hauptteil der Körperlast vom Kniegelenk (Articulatio genus) auf das obere Sprunggelenk (Articulatio talocruralis) überträgt, dient das Wadenbein in erster Linie als Muskelursprung und Federung.

Es besteht kein direkter Bezug zwischen Wadenbein und Kniescheibe (Patella).

Genau wie das Schienbein besteht das Wadenbein aus zwei Extremitates und einem Schaft (Corpus fibulae). Das proximale Ende hat eine Gelenkfläche (Facies articularis) und einen kleinen Höcker, den Apex capitis. Das distale Ende wird an der Außenfläche nach unten hin etwas breiter. Hier befindet sich der platte Außenknöchel Malleolus lateralis.

An dessen Innenfläche liegt eine Gelenkfäche zur Verbindung mit dem Sprungbein (Talus), die Facies articularis malleoli lateralis. Dahinter schließt sich eine tiefe Grube an (Fossa malleoli lateralis), in der ein Verstärkungsband des oberen Sprunggelenkes ansetzt (Ligamentum talofibulare posterius). Hinter dem Außenknöchel Malleolus lateralis befindet sich eine Furche (Sulcus malleolaris) für die Sehnen der Wadenbeinmuskeln (Musculi peronaei).

Der Wadenbeinschaft hat eine fast dreieckige Form mit drei Seiten und drei Kanten. Im distalen Drittel findet man eine vierte Kante. Die Vorderkante (Margo anterior) trennt eine seitliche, etwas nach vorn zeigende Fläche (Facies lateralis) von der medialen, dem Schienbein zugekehrten Fläche (Facies medialis).

Hier schließt sich eine Knochenleiste an (Margo interosseus), an der ein Teil der Zwischenknochenmembran (Membrana interossea) ansetzt.

Über die Hinterfläche (Facies posterior) gelangt man zur nach hinten seitlich weisenden Hinterkante (Margo posterior).

Die Durchgangsstelle für das ernährende Gefäß des Wadenbeins (Foramen nutricium) befindet sich etwa in der Mitte der Hinterfläche des Knochens.