Der-Schluckvorgang

Der Schluckvorgang

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Der Schluckakt gehört zu den komplizierteren Reflexen, die beim Menschen ablaufen, denn es sind über zwanzig Muskeln daran beteiligt. Atem- und Speiseweg kreuzen sich, daher muss automatisch (reflektorisch) verhindert werden, dass Speiseteile in die Luftröhre gelangen.

Andererseits muss beim Atmen die Speiseröhre nicht verschlossen sein. Ein wenig Luft wird immer mitgeschluckt.

Der gesamte Schluckvorgang verläuft unter der Kontrolle eines Reflexzentrums (Schluckzentrum), das im verlängerten Mark (Medulla oblongata) seinen Sitz hat.

Im Schluckakt lässt sich eine willkürliche und eine unwillkürliche Phase unterscheiden. Zunächst wird wie bei jedem anderen Reflex auch, beim Essen oder Trinken ein Reiz auf die Sinneszellen (Rezeptoren) ausgelöst.

In diesem Falle sind es die Tastrezeptoren, die sich am weichen Gaumen (Palatum molle) und am Zungengrund befinden. Sie werden gereizt und damit ein Reflex ausgelöst.

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Die mit Speichel durchsetzte Nahrung wird bewusst oder unbewusst mit der Zunge gegen den weichen Gaumen gedrückt. Dadurch setzt der unwillkürliche (reflektorische) Teil des Schluckaktes ein.

Durch die Anhebung es weichen Gaumens über die Muskeln des Gaumensegels kommt es zu einem Verschluss des Nasenrachenraums (Epipharynx), das heißt zu einer Trennung der oberen Luftwege vom Speiseweg.

Die Zunge legt sich an den harten Gaumen -das Zungenbein (Os hyoideum) hebt sich- und teilt dabei die Mundhöhle in einen vorderen und hinteren Abschnitt. Durch diese Kontraktion des Mundbodens wird der Kehlkopf (Larynx) durch den Zug der Rachenmuskeln ebenfalls angehoben, denn diese beiden Muskeln sind über eine bindegewebige Membran untereinander verbunden.

Gleichzeitig wird der Atem angehalten und damit die Stimmritze verschlossen.

Durch Anheben des Kehlkopfes und Anlegen der Zunge am harten Gaumen (Palatum durum) sind sich die beiden so nah, dass die Zunge den Kehldeckel (Epiglottis) nach unten schiebt und den Eingang des Kehlkopfes und damit den Eingang der Luftröhre verschließt. Dieses Schließen wird von kehlkopfeigenen Muskeln unterstützt.

Nun sind der obere und untere Luftweg vom Speiseweg getrennt. Die Schlundmuskulatur kontrahiert und steigert dadurch den Innendruck im Rachenraum.

Dieses hat zur Folge, dass sich der Eingang der Speiseröhre (Oesophagus) öffnet. Innerhalb der Speiseröhre gelangt der Bissen durch eine peristaltische Welle (Kontraktionswelle) der Ringmuskulatur aktiv in den Magen.

Diese Welle läuft nach Auslösen des Schluckreflexes ab und zieht vom Eingang der Speiseröhre in Richtung Magen (Ventriculus). Zuvor kommt es zu einer Erschlaffungswelle, durch die sich der Mageneingang (Kardia öffnet, damit der Bissen in den Magen gelangt.

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